LyChan

- wer: LyChan
- was: Rap, Lyrics, Beats & Audio-Engeneering
- wo: Wolfsburg
- Baujahr: 1988
- Label: Wordclass
Herstory
erzählt von ihr selbst
"Lychan Regenkind–Kind des Regens,
an einem grausig grauen Herbsttag des Jahres '88 auf der Erde aufgeschlagen und in der einzigen großen Pfütze aufgegangen.
Gelernt nass zu sein, gelernt Wasser zu sein, gelernt zu fließen, gelernt Pfütze zu sein, gelernt See zu sein, gelernt Meer zu sein- Ozean-
Zur Wolke geworden."
So oder so ähnlich – oder auch ganz anders – könnte es sich wohl zugetragen haben an diesem Herbsttag des Jahres 1988 nach Christi Geburt.
Vielleicht aber auch ganz anders und dieses Kind wurde, zwar auch an einem Herbsttag, aber in der Kleinstadt Gifhorn im östlichen Niedersachsen geboren. Anno dazumal ein
Teil des Knetklumpens zum Abfedern der Stöße im Falle eines Aufeinanderprallens des Koloss des Ostens und des Riesens aus dem Westen.Keine sonderlich schönen Aussichten.
Allerdings ließ der Fall der bösen, herrschsüchtigen, Macht im Osten nicht lange auf sich warten, sprachgewandte Herrscher aus aller Herren Länder hatten sie zum taumeln gebracht.
Das Regenkind begann zu sprechen.
Nicht lange dauerte es und Heerschaaren an Menschen strömten in das verheißungsvolle westliche Land.
Das Regenkind begann zu laufen.
Es machte sich noch lange keinen Begriff von all diesen Dingen die um es herum geschahen und doch legte sich eine gewisse Unbehaglichkeit über den Umgang der Mitmenschen mit ihm, als dieses Kind lange vor seiner Zeit begann, das geschriebene Wort zu entschlüsseln.
Es musste! Die Botschaften der Endzeit wurden doch an jeder Ecke verkündet!
Nur niemand sah sie. Niemand las sie. Niemand verstand.
Es brachte das Regenkind fast um seinen Verstand, ein Sonderling? Sicherlich.
Auch dort wo es umerzogen werden sollte, zu einem Teil des Ganzen verschmelzen sollte, klumpte unser Regenkind eher als flockig zu zergehen.
Ein Entschluss wollte gefasst werden, er drängte sich nahezu auf.
Es muss dort draußen noch mehr Erkennende geben.
Oder sind wir dir Letzten?
iLL sagt:
Mir fällt keine Person ein, die ihre Raps in einer derart bildhaften Sprache transportiert. So düster und morbid und masochistisch... wunderschön. Die Stimme klingt ziemlich trocken und die Aufnahmen nicht so rund und harmonisch wie bei manchen anderen könnte man sagen, aber das passt perfekt zu den Inhalten! (ist bestimmt Absicht, hab ich recht?
)Allerdings sollte sie nicht unbedingt battlen.^^°
Meine Top-Tipps sind: 1. "Rauhe Oberfläche" (verwundet aber aufrecht) 2. "Schmerz adelt" feat. Seven-K (selbstzerstörerisch und suizidal; dieser Seven hält gut mit) und 3. "Nicht represäntativ" (düster mit durchscheinendem Wahnsinn)

dass die weit unter ihren tatsächlichen Skills liegt. Aber das Album ist wohl in Arbeit und kommt mit Glück dieses Jahr auch noch raus.
), aber von denen gibt es eigentlich eher wenige.
) aber der Beat ist ganz genau nach meiner Mutters einziger Tochter ihr Geschmack und auch top drauf gespittet.
.
die Collaboration mit den beiden Brothers Keepers D-Flame und Tone, aus der der Track "Zivilcourage" entsteht, aber nach acht Jahren verlässt Gunnpassion aufgrund interner Unstimmigkeiten die Crew und hängt das Mikrofon an den Nagel. Doch nach einem Jahr musikalischer Auszeit treibt es sie solo zurück ins Game, wo sie sich jetzt endlich voll nach ihren eigenen Vorstellungen, Gedanken und Gefühlen entfalten kann – was für ein Glück für die HipHop-HörerInnenschaft, wenn ihr mich fragt.
), aber die gefallen mirdurch die Bank seeehr gut, straight gestylt & mit Attitude geflowt.
exzellentes Exemplar in ihrer Sammlung ("Bootycall") *ayayayyy* Mehr davon bitte! 
in einigen Stücken, die meisten femaleMCs können sich ja gar nicht nachdrücklich genug von sowas distanzieren. Und damit das jetzt nicht wie ein einziger Groupie-Liebesbrief aussieht noch ein bisschen (minimale) Kritik *aus den Fingern saug*; raptechnisch: Satzkonstruktionen wie "ständig tust Du mich beneiden" und "kannst es nicht verhindern, dass ich werde weiterscheinen" sind etwas unelegant, fallen aber (wie z.B. bei Azad auch) hier nicht so ins Gewicht wegs tightem Gesamt(klang)bild, 

) Untergrundgrößen auf deren Alben (z.B. Bass Sultan Hengzt) bis sie 2005 endlich ihr erstes Bomben-Solo-Album "Beauty and the Beats" unter Main Theme Records releaset.
Entsprechend abwechslungsreich ist daher natürlich auch ihr Solo-Album, das eines meiner Lieblingsstücke ist (kriegt noch seine eigene Review hier vor Ort).


. Das werden MCs, B-Girls, DJanes, Producerinnen, BMX- und Skaterinnen, Writerinnen und evtl. auch die ein oder andere Sängerin sein --egal ob bekannt, gesignt oder (noch) nicht-- vor allem aus Deutschland, aber auch der Schweiz, den USA und was sonst noch so anfällt.


